Das Coachteam

Gegründet wurde das HHS-Coaching-Programm 2009 von Heiko Dabbert, Vater einer ehemaligen Schülerin. 

Der offizielle Startschuss fiel Mitte 2010 mit ersten Schüler-Erfolgen beim Übergang in eine Berufsausbildung. Mitinitiatorin war Karin Pilnitz, ehemalige Abteilungsleiterin an der Heinrich-Hertz-Schule. Heute ist dafür Frau Heidelberg zuständig. Aber auch jeder Klassenlehrer kann euch erste Informationen liefern. 

Jeder Coach hat eine lange Berufserfahrung und gibt seine Unterstützung ehrenamtlich! 

Respekt vor seinem Coach ist eine unbedingte Voraussetzung für jeden Schüler!

 


Das Coachteam

 coachteam

 

Bei der Arbeit

Bei der Arbeit

 

HHS Coaches - ein Programm!

1. Die Entwicklung zum heutigen Programm

Im Jahr 2009 fiel der Startschuss für ein in Hamburg bislang einmaliges Projekt: Es fanden sich berufserfahrene Eltern bzw. der Heinrich-Hertz-Schule (HHS) verbundene Erwachsene, die ihre Erfahrungen den HHS-Schülern auf ihrem Weg in den Beruf oder eine weiterführende Schule zur Verfügung stellen wollten. Bei Stress, schlechten Zensuren, Lustlosigkeit, fehlender Orientierung und und und…. der Coach hilft und hat immer ein offenes Ohr. Es gab erste Erfolge, aber die Ansprache durch die Schüler lief unterschiedlich gut ! Und dann hatte Frau Müller, Lehrerin an der HHS, die zündende Idee: Ein Coach für die ganze Klasse.

Das bisherige Konzept wurde diskutiert, überarbeitet und getestet. Das Ergebnis: Mit Zustimmung der Schulleitung und der Lehrerkonferenz steht jetzt ab Klasse 7 jeweils ein Klassencoach einer Klasse zur Verfügung und begleitet die Schüler bis zur Klasse 10. Es gibt dabei Gespräche mit der ganzen Klasse bzw. eben, wie bisher auch, vertrauliche Einzelgespräche auf Wunsch der Schüler. Parallel dazu gibt es weiterhin auch die Möglichkeit der gezielten Einzelbetreuung durch einen Coach.

Mittlerweile sind die Coaches zu Beginn des Jahres 2015 in fünf 8ten und vier 7ten Klassen im Einsatz, im Sommer werden dann weitere 7te Klassen hinzukommen. So wurde aus einer zarten Pflanze inzwischen ein stark wachsender Baum: Aktuell sind 17 Erwachsene für die Schüler da, betreiben Fortbildung, treffen sich regelmäßig zum Gedankenaustausch und freuen sich über die einsetzenden Erfolge. Und sie sind im HHS Schulprogramm inzwischen zu einem der dort genannten Schwerpunkte geworden! Es wird zur Zeit geprüft, in welcher Weise auch Oberstufenschüler unterstütz werden können.

2. Wie läuft es detailliert?

7. Klasse: Start der Coaches in den Klassen während des Unterrichts, gegenseitiges Kennenlernen und Austausch der gegenseitigen Erwartungen und Grenzen. Bereit sein für Einzelgespräche (in einem separaten Raum). Themen überwiegend zu schulischen Problemen, Tagesorganisation (keine Nachhilfe!). Wesentlich ist das Zuhören als neutrale Person, das Anbieten (nicht Vorschreiben) von Lösungen und das Aufbauen von Vertrauen sowie Mut machen zu bislang nicht gewagten Schritten.

8. Klasse: wie in Klasse 7, aber mit einem Schwerpunkt in der Vorbereitung auf die Schulpraktika in der 9. Klasse.

9. Klasse: wie in Klasse 7, aber mit einem Schwerpunkt auf die schulische bzw. berufliche Entwicklung nach der 10. Klasse.

10. Klasse: wie Klasse 7, aber mit einem deutlichen Schwerpunkt Richtung Beruf bzw. weiterführende Schule.

3. Zeitlicher Einsatz . Schulungen der Coaches etc.

Neue Coaches durchlaufen ein Bewerbergespräch und erhalten Unterlagen mit div. Adressen/ Broschüren sowie den Zugang zu Besprechungszimmern und zum Parkplatz. Ein absolutes Muß ist die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses. In regelmäßigen zeitlichen Intervallen gibt es Coachabende zum Erfahrungsaustausch – teilweise mit Schulungsangeboten- , sowie externe Weiterbildungsangebote. Aktuelle Informationen erfolgen per Mail, eine Internetplattform für die Speicherung von Unterlagen, Informationen, Adressen etc. wird z.Zt. eingerichtet.

Der regelmäßige Einsatz in den Klassen pendelt zwischen  ca. 2 - 3 Stunden in der Woche bis zu mind. einem Termin im Monat.

Das sind unsere Leitlinien

1.      Wer sind wir?

Wir sind berufstätige und ehemals berufstätige Erwachsene, die ehrenamtlich Kinder und Jugendliche unterstützen wollen.

Was machen wir?

Wir stellen unsere Erfahrungen, die aus der Arbeitswelt und persönliche Lebenserfahrung, zur Verfügung. Da wir Externe sind, nehmen wir eine andere Perspektive ein als das System Schule, Schulbehörde, Agentur und Elternhaus. Wir machen Angebote und stellen uns als Mentor/ Pate/ Coach zur Verfügung ohne Erfolgsforderung.

·       Wir stehen mit Rat und Tat zur Seite und geben unser Wissen weiter.

·       Wir regen zur Eigeninitiative an.

·       Wir ermutigen.

Wofür stehen wir und wofür nicht?

·       Wir arbeiten vertraulich und respektvoll und stehen als verlässliche und vertrauenswürdige Ansprechpartner/-innen zur Verfügung.

·       Wir können gut zuhören und uns gut in andere  hineinversetzen.

·       Wir können neue Ansichten zulassen, auch wenn sie unseren eigenen Vorstellungen nicht entsprechen und wir können unser eigenes Verhalten kritisch hinterfragen.

·       Wir engagieren uns langfristig, um nachhaltige Ergebnisse zu erzielen.

·       Wir geben keine Lösungen vor, sondern erarbeiten diese gemeinsam mit den Schülern.

 Wir sind in der Lage, auch in Konfliktsituationen ruhig zu bleiben und nicht gleich aufzugeben.

·       Wir ersetzen nicht die Eltern oder Lehrer.

·       Wir entscheiden nicht – die Entscheidungen treffen die Schüler.

·       Wir organisieren nicht das Leben der Schüler, sondern akzeptieren sie so wie sie sind.

·       Wir geben keine Nachhilfe, helfen aber bei deren Organisation.

Was sind die grundlegenden Voraussetzungen für den Erfolg des Gesamtprogramms?

I. Zusammenarbeit zwischen Schule und Coaches

·       Die Schulleitung ist von dem Nutzen des Projekts überzeugt und unterstützt die Akteure.

·       Das HHS – Coaching – Programm ist ein Schwerpunkt der Schule.

·       Die Lehrer kennen das Programm und was es bewirken soll.

·       Eltern werden auf den Elternabenden von den Klassenlehrern über das 

·       HHS – Coaching Programm informiert.

·       Die Klassenlehrer der 7. Klasse bereiten die Klassen auf den ersten gemeinsamen Termin mit dem Coach vor, d. h.

o   Schüler werden über das Coach – Programm  und sein Leitbild informiert.

o   In der 1. Stunde stehen diese Themen zur Abklärung der Zusammenarbeit an:

- Was erwartet  der Schüler?

- Was erwartet der Coach?

Danach werden die Ergebnisse dokumentiert und kommen als Aushang in den Klassenraum. 

II. Grundlegende Voraussetzung für einen HHS – Coach

·       Vorlage eines erweiterten Führungszeugnis

·       Jeder Coach führt vor Beginn seiner Tätigkeit ein Vorstellungsgespräch.

·       Vor einer Klassenübernahme führt der Coach ein Info – Gespräch mit dem Klassenlehrer.

·       Der Coach nimmt an dem Erfahrungsaustausch und den Fortbildungsmaßnahmen der HHS – Coaches teil.

·       Die Treffen mit den Schülern sind Schulveranstaltungen und sollen auf dem Schulgelände stattfinden.

·       Der Klassencoach sollte nach Möglichkeit die Klasse vom 7. bis 10. Schuljahr begleiten.

·       Ein regelmäßiger Einsatz des Coaches zwischen 2 – 3 Wochenstunden ist wünschenswert.

·       Das Minimum sollte bei einem Termin pro Monat sein.

Stand: März/August 2016 (ND)